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Aktuell

Hydrantenkontrolle


Am Samstag, den 18.10., fand die alljählriche Hydrantenüberprüfung statt. Im Ortsbereich Förste wurden 95 Hydranten überprüft und winterfest gemacht. Wir möchten an dieser Stelle nochmal darauf hinweisen, dass auf Unterflurhydranten nicht geparkt werden darf. Desweiteren sind die Hydranten Eis-und Schneefrei zu halten.
Diese Maßnahmen verbessern die Funktionstüchtigkeit der Hydranten und ermöglichen eine schnellere Einsatzbereitschaft,
speziell in den Minuten, wenn es wirklich darauf ankommt und ein Feuer bekämpft werden muss.

 

 

 

 

20 Irrtümer, die das Fernsehen uns zum Thema Feuerwehr vermittelte...

Es gibt viele Irrtümer, die Fernsehsendungen oder Filme uns über den Alltag von Feuerwehrleuten weismachen wollten. Im Folgenden findet ihr einige davon, die zeigen, welche Trugschlüsse im Fernsehen gerne über die Arbeit von Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen verbreitet werden.
Jeder kennt sie: Feuerwehr-Serien wie Chicago Fire oder Rescue me stehen hoch im Kurs. Das Onlineportal firerescue1.com hat verschiedene Feuerwehr-Irrtümer und falsche Vorstellungen aus Film und Fernsehen zusammengetragen, die den Zuschauern vermitteln sollen, wie es innerhalb der Feuerwehr zugeht. Dass dies jedoch im wahren Leben ganz anders ist, zeigt die folgende Liste. Dem einen oder anderen wird an dieser Stelle sicherlich etwas bekannt vorkommen. Die gesamte Liste gibt es hier.

 

- In einem Feuer hat man stets eine klare Sicht

- Feuerwehrfrauen tragen enge T-Shirts und Pferdeschwänze

- Herzdruckmassage im Bett ist in Ordnung

- niemand beschäftigt sich mit Büroarbeit

- die Ausrüstung ist immer funktionstüchtig

- der Helm wird aufgesetzt wie ein Hut und muss nicht eingestellt werden

- jeder überlebt

- Feuerwehrmänner und -frauen haben stets Sauerstoff mit dabei

- Eine Person könnte niemals die Düse eines Feuerwehrschlauchs alleine halten: sie würde eher wie ein Ballon an einer Schnur umher geschleudert

 

Feuerwehr Förste unterstützt die Verkehrssicherheit

 

 

Chicago Fire, so ein Mist

 

Das ist die erste Aussage die ich zur neuen Feuerwehr-Serie auf VOX gehört habe. Diese Reaktionen waren so absehbar wie das Amen in der Kirche. Statt die neue Serie als Chance wahrzunehmen, lehnen wir Feuerwehrler uns zurück um ausgiebig Chicago Fire zu kritisieren.

 

Ehrlich gesagt habe ich noch nie eine Feuerwehrserie erlebt die nicht von uns Feuerwehrleuten auseinander genommen wurde. Kritikpunkt Nummer eins, das ist ja alles soooo unrealistisch. Ist schon klar, wie würde denn eine echte Feuerwehrserie aussehen? Man könnte die Gerätewarte beispielsweise zwei Stunden filmen wie sie Atemschutzmasken reinigen und Flaschen nachfüllen. Oder den Löschzug begleiten wie er dreimal zu einer BMA fährt um „ohne erkennbaren Grund“ wieder abzurücken. Das Highlight des Abends wäre dann eine Rauchentwicklung in der Wohnung die sich als rauchender Kochtopf herausstellt. Dieses Prozedere würde sich dann viele Wochen und Monate wiederholen bis das Ender der Staffel erreicht ist. Ganz ehrlich? Nicht mal die größten Kritiker von Chicago Fire würden sich solch langweiliges Gedöns anschauen.

Die Feuerwehr ist eigentlich nur ausschmückendes Beiwerk

Feuerwehreinsätze sind bei Chicago Fire nicht Fokus der Serie sondern das persönliche Leben der Hauptdarsteller

Meiner Meinung nach geht es bei Chicago Fire auch gar nicht um die Feuerwehr selbst, auch wenn der Titel so lautet. Die Feuerwehr ist nur ausschmückendes Beiwerk. Die Serie könnte auch Chicago Polizei (die es auch schon gibt), Chicago Krankenhaus oder Chicago Totengräber heißen. Irgendein ausgefallener und vermeintlich spannender Beruf der das richtige Umfeld für spannende Geschichten bietet. Im Kern geht aber dann doch um Intrigen, Liebe, Neid, Hass, persönliche Probleme und was weiß ich noch alles. Genau das macht doch dann letztendlich die Serie aus und interessierte die Zuschauer, nicht dass ein paar Feuerwehrler gemäß Feuerwehrdienstvorschrift in ein Gebäude vorgehen.

Aber drehen wir den Spieß doch mal um und schauen uns an, was in der Serie gar nicht so schlecht ist und was sie uns als Feuerwehr für Chancen bietet.

Fachlich gesehen ist Chicago Fire um einiges besser als Feuerwehrserien die bisher so im TV gelaufen sind. Die Bezeichnungen in Chicago Fire sind grundsätzlich korrekt (Drehleiter, Rüstwagen, C-Rohr, etc.) und auch taktisch werden Themen angesprochen die passen: „Wir brauchen für die Belüftung erst eine Abluftöffnung“ oder „Rückzug, es kommt zu einer Durchzündung“. Zudem sollte uns auch bewusst sein, dass es sich um eine US Serie handelt und somit Chicago Fire auch in den Grundzügen die US Taktik widerspiegelt. Die ist halt nicht nur im Film sondern auch im wahren Leben anders.

Chicago Fire für die eigene Öffentlichkeitsarbeit nutzen

Bisher verzeichnet die US Serie in Deutschland gute Einschaltquoten

Viel wichtiger ist für mich aber der Fakt, dass die Serie gute Einschaltquoten hat. Laut Meedia hat die dritte Folge am Montag 1,7 Mio. Menschen vor den Fernseher gelockt und das neben der aktuellen Fußball WM. Wenn wir mal sehr vorsichtig geschätzt 600.000 Feuerwehrler annehmen die Chicago Fire selbst gucken, bleiben 1,1 Mio. Menschen übrig die nix mit der Feuerwehr zu tun haben und ab sofort jede Woche mit Feuerwehrthemen Kontakt haben. Genau das ist doch ein ideales Umfeld um Werbung in eigener Sache zu machen. Wie wäre es denn wenn man sich auf Bundesebene mit VOX zusammen setzt und sich Gedanken macht wie man sich gegenseitig unterstützen könnte. So könnte man im Abspann oder im Werbeblock ein Spot oder zumindest ein Hinweis auf die ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeit bei der Feuerwehr bringen. Im Gegenzug könnte VOX damit werben, dass der Sender die deutsche Feuerwehr unterstützt.

Aber auch bei sich im Ort kann man das Thema aufgreifen: Am Montag Chicago Fire gucken und am Mittwoch das ganze live in Deiner Stadt erleben. Diese Flyer werden verteilt und schon habe ich einen tollen Aufhänger um auf mich aufmerksam zu machen. Das schöne daran, wir beschreiten mal einen neuen Weg. Anstatt „Hilfe wir haben keine Leute komm zu uns“, weisen wir auf eine TV Serie hin. Die Leute die dann Blut geleckt haben können das Ganze im nächsten Schritt live bei der örtlichen Feuerwehr erleben. Hier mal ein Beispiel wie das aussehen könnte:

Was man auch nicht außer Acht lassen darf: Der Marktanteil bei den 14-49 Jährigen lag bei 8,1 %, die gleiche Zielgruppe die auch für uns als Feuerwehr interessant ist. Zudem kommt Chicago Fire in den USA ziemlich gut an und kann hohe Einschaltquoten vorweisen. Liest man Kommentare aus anderen Ländern wie der Schweiz, ist die Serie auch dort recht beliebt.

Was hat eine US Großstadtfeuerwehr mit einer kleinen deutschen Feuerwehr gemeinsam?

Auch wenn die Serie wenig mit dem deutschen Feuerwehralltag gemeinsam hat, kann sie prima als Aufhänger dienen

Und bevor jetzt wieder die Kritik kommt und geschimpft wird, dass Chicago Fire überhaupt nichts mit der örtlichen Feuerwehr hier in Deutschland zu tun hat. Ja das stimmt. Es geht aber im allerersten und wichtigsten Schritt der Kontaktaufnahme auch nur darum auf sich aufmerksam zu machen und mit Interessenten ein erstes Wort zu wechseln. Alles andere kommt dann im persönlichen Gespräch und kann im Detail erklärt werden. Wenn die Sensibilisierung für das Thema Feuerwehr eine US Fernsehserie übernimmt und damit eine große Masse in Deutschland anspricht, dann müssen wir doch eine solche Möglichkeit nutzen.

Bevor wir uns zukünftig über solche Feuerwehrserien im Fernsehen aufregen, sollten wir uns viel eher Gedanken machen, wie man so etwas für seine eigenen Ziele im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit nutzen kann. Das ist nicht nur besser für die eigene Gesundheit sondern bringt auch der eigenen Feuerwehr viel mehr.

Chicago Fire kommt jeden Montag auf VOX im Doppelpack um 20:15 und 21:15 Uhr

(c) Feuerwehrleben.de

 Ein Resüme aus der Serie:

„Chicago Fire“ ist in erster Linie eine Unterhaltungsserie für die Allgemeinheit, wie jede andere Sendung im TV auch. Diese Serie ist nicht dafür gedacht, Feuerwehrleute auszubilden oder Einsatztaktiken zu veranschaulichen. Wer solche Filme sehen möchte, muss sich Lehrmaterial-DVDs zulegen. Dennoch wird viel Abwechslung zwischen Feuerwehr und Story geboten, sodass hinter den ganzen Bränden, Unfällen und Unglücken auch eine Geschichte steckt.
Abschließend kann man sagen dass diese Serie sowohl positive als auch negative Aspekte vorzeigt. Um sich ein bisschen „Chicago-Style“ ins Wohnzimmer zu holen, kann man diese Sendung auf jeden Fall sehen.

 

Dienst

Der letzte Dienst wurde zur "Putz- und Flickstunde" genutzt. So wurde im Feuerwehrhaus und im Lagerraum aufgeräut. Außerdem wurde die Strauchbeete des Feuerwehrhauses auf Vordermann gebracht.

 

 
Donnerstag, 21. September 2017

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