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Thema der Woche

Rauchmelder

 

Allgemein:

Jeden Monat verunglücken rund 40 Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht. Die jährlichen Folgen in Deutschland: Rund 500 Brandtote, 5.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und über eine Mrd. Euro Brandschäden im Privatbereich. In den meisten Bundesländern ist daher die Installation von Rauchmeldern bereits gesetzlich vorgeschrieben.Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder zur Katastrophe führen. Vor allem nachts werden Brände in Privathaushalten zur tödlichen Gefahr, wenn alle schlafen, denn im Schlaf riecht der Mensch nichts. Tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Rauch. Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein, die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann.
Da bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch tödlich sein kann, ist ein  Rauchmelder der beste Lebensretter in Ihrer Wohnung. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.  Zigarettenrauch löst übrigens bei qualitativ hochwertigen Rauchmeldern keinen Alarm aus, solange die Zigarette nicht direkt unter den Rauchmelder gehalten wird.

Historie:
Bereits die alten Ägypter hatten die ersten organisierten Feuerlöscheinheiten. Im Jahr 21 v. Chr. wurde eine erste „Feuerwehr“ mit Sklaven in Rom gegründet. Im Mittelalter wurden Innungen und Zünfte dazu verpflichtet, im Notfall einzugreifen. Dies alles waren aber nur Maßnahmen für den Fall eines größeren Schadenfeuers.
Erst aus dem 13. Jahrhundert ist überliefert, dass Menschen gezielt „Feuerwachen“ organisierten und Städte sogenannte „Feuerlöschordnungen“ erließen. Eine der ältesten dürfte die Feuerordnung der Stadt Göttingen aus dem Jahr 1334 sein. Lange Zeit waren „Nachtwächter“ und „Türmer“ für die frühzeitige Entdeckung und Meldung von Bränden zuständig.
Im 15. Jahrhundert wurden in Berlin Anordnungen zur Brandverhütung und -bekämpfung niedergeschrieben. Mit den verschiedensten Verordnungen versuchte man, Bränden vorzubeugen und das Feuerlöschwesen zu organisieren.
Im Juni 1851 wird in Berlin der Bau der ersten elektrischen Feuermeldeanlage der Welt mit unterirdischen Kabelverbindungen und zunächst 37 Feuermeldern beschlossen. Alle damaligen Maßnahmen und „Techniken“ setzten jedoch voraus,  dass der „Brandwächter“ Mensch zuerst den Brand entdecken musste, bevor eine Meldung oder Maßnahmen erfolgen konnten.
Aus dem Jahr 1894 stammt eine Patentschrift für einen Apparat zur „automatischen“ Branddetektion, die den Rauch als Brandkenngröße nutzte. Als „Rauchmelder“ dienten zwei Vögel. Brannte es, fielen sie durch eine Rauchvergiftung von der Stange und lösten durch ihr Körpergewicht einen Alarm aus.
Einer Fehlauslösung durch natürlichen Vogeltod beugte man durch eine Zwei-Vögel-Abhängigkeit vor. Erst wenn beide Vögel von der Stange fielen, wurde der Stromkreis geschlossen und ein Alarm ausgelöst. Auch heute noch ist dieses Prinzip unter den Begriffen Zwei-Melder- oder Zwei-Gruppen-Abhängigkeit bekannt. Zum Wohle der Tiere wird dieses Prinzip jedoch heutzutage durch technische Lösungen ersetzt.
1902 ließ der Elektroingenieur George Andrew Darby aus Birmingham (England) einen elektrischen Hitzemelder patentieren. Anstatt Rauch wurde hierbei die Wärme als Auslöser genutzt. Die Vorrichtung funktionierte, indem ein elektrischer Stromkreis geschlossen wurde und ein Warnsignal ertönte, wenn die Temperatur über einen kritischen Wert stieg. Der Kontakt wurde geschlossen, indem man einen Abstand mit einem Leiter überbrückte oder eine Platte auf andere fallen ließ. Der Anschluss wurde einfach dadurch verursacht, dass ein Stück Butter zwischen den zwei Platten schmolz, während die Temperatur stieg.
1947 patentiert E. Meili & W. Jaeger aus Bern in der Schweiz den Ionisationsmelder.
Es waren die ersten kommerziell brauchbaren Rauchmelder. Ionisationsmelder arbeiten mit einer Messkammer, die ein schwach radioaktives Präparat enthält.
Um das Jahr 1950 wurde der erste automatische Temperaturmelder auf den Markt gebracht. 1964 kamen dann die ersten Streulicht-Rauchmelder in Europa auf den Markt. Mit wachsendem Umweltbewusstsein konnten sich diese immer mehr gegen die Ionisationsmelder durchsetzen. Aufgrund der Radioaktivität werden Ionisationsmelder heute nur noch in Sonderfällen eingesetzt, da u. a. die Auflagen zur fachgerechten Entsorgung und Verarbeitung von radioaktiven Quellen sehr hoch sind.
Der erste batteriebetriebene Melder soll 1969 von Randolph Smith und Kenneth House in den U.S.A. patentiert worden sein. In den späten 70er Jahren wurden Rauchmelder für jede Wohnung und jedes Haus nutzbar, als Geräte mit Batteriebetrieb auf den Markt kamen.
Die „kleinen“ Rauchwarnmelder könnten in Zukunft auch noch eine zusätzliche Aufgabe wahrnehmen. Ende der 90er Jahre wurde vom Bund im Rahmen der Zivilschutzforschung eine Studie in Auftrag gegeben, welche die "Technologische Möglichkeiten einer möglichst frühzeitigen Warnung der Bevölkerung" eruierte. Eine der Ideen daraus ist, dass neben den nur noch wenig vorhandenen Sirenen und Gefahrendurchsagen der Medienanstalten, modifizierte Rauchwarnmelder für die Warnung der Bevölkerung (Weckeffekt) genutzt werden könnten.

Irrtümer über Rauchmelder:
Genauso weit verbreitet wie die Vielzahl an Brandursachen sind die Unwissenheit und die Sorglosigkeit, mit der die meisten Personen eine Brandgefahr für sich ausschließen:

 "Wenn es brennt, habe ich mehr als 10 Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen."/„Mir bleibt genug Zeit, mich in Sicherheit zu bringen.“

Irrtum, Sie haben durchschnittlich nur 4 Minuten zur Flucht. Bei allen Bränden entstehen gerade in der Schwelphase schon kurz nach Brandausbruchgroße Mengen hochgiftiger Gase. Es bleiben nur zwei bis vier Minuten zur Flucht.

 „Die Hitze wird mich früh genug wecken.“

Der größte anzutreffende Irrtum: Denn weit gefährlicher als Flammen oder Hitze ist der Brandrauch. Schon nach wenigen Minuten erreichen die bei Bränden freigesetzten Gase lebensbedrohliche Konzentrationen, die nach kürzester Zeit zum Erstickungstod führen.

 "Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren."

Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur 4 Minuten Zeit hat – besonders nachts, wenn Ihr Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.

 "Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher."

Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung gefährden Sie ganz unverschuldet. Auch die aufmerksamsten Zeitgenossen sind nicht vor den nächtlichen Gefahren und der Vielzahl aller möglichen Brandursachen geschützt.

"Steinhäuser brennen nicht."

Das brauchen Sie auch nicht! Schon Ihre Gardine, die Tapete oder ca. 100g Schaumstoff, beispielsweise in Ihrer Couch, sind ausreichend, um eine tödliche Rauchvergiftung zu erzeugen. Nicht abgeschaltete oder defekte elektrische Geräte und überlastete Leitungen sind weitere Gefahrenquellen.

"Rauchmelder sind zu teuer."

Ein Rauchmelder ist das beste Mittel zum vorbeugenden Brandschutz im eigenen Haushalt. Täglich sterben in Deutschland 2 Menschen bei Bränden. Wie viel ist Ihnen Ihr Leben wert?

 

Funktion:

Batteriebetriebene Rauchmelder für private Haushalte

9V-Rauchmelder sind die optimale Lösung zum Nachrüsten im Wohn-, Büro- und Objektbereich. Sie sind ohne zusätzliche Kabelverlegung zu installieren. Die lebensrettenden Rauchmelder sind nicht größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich. In Deutschland erhältliche Rauchmelder für Privathaushalte funktionieren nach einem optischen Prinzip, das eine zuverlässige Raucherkennung und entsprechende Alarmmeldung ermöglicht. Diese Rauchmelder arbeiten unabhängig vom Stromkreis. Die Notwendigkeit des Batteriewechsels wird ca. 30 Tage, bevor die Batterie entladen ist, durch einen wiederkehrenden  Signalton angekündigt.

 

Mehr Sicherheit für Rauchmelder

Eine Langzeitbatterie (9 V Lithium) mit einer Batterielebensdauer von bis zu 10 Jahren hält in der Regel so lange, bis auch der Rauchmelder ausgetauscht werden sollte. Eine Langzeitbatterie muss dabei bis zu 4x weniger gewechselt werden als eine Standard Alkaline-Batterie. Das spart nicht nur Kosten, sondern auch die Zeit für den Batteriewechsel – wichtig für Wohnungsbaugesellschaften.

Optischer Rauchmelder (auch photoelektrisch)

Die Sensoren eines Rauchmelders arbeiten nach dem optischen Prinzip, d. h. in der Messkammer des Gerätes werden regelmäßig Lichtstrahlen ausgesendet, die im Normalzustand nicht auf die Fotolinse treffen. Bei Raucheintritt in die Rauchmesskammer werden die ausgesendeten Lichtstrahlen durch die Rauchpartikel gestreut und auf das Fotoelement abgelenkt. Das so erkannte Rauchsignal löst den lauten Alarmton aus. Dieses einfache, aber wirkungsvolle Prinzip ermöglicht es, dass ein optischer Rauchmelder zuverlässig im Brandfall warnen kann, ohne bei leichtem Rauch (zum Beispiel von Zigaretten) Fehlalarm zu schlagen.
Optische Rauchmelder reagieren vor allem auf kalten Rauch, der sich schon bei Brandausbruch (Schwelbrand) bildet, bevor Flammen zur Gefahr werden.

 Lasermelder

Nach dem gleichen Prinzip wie der optische Rauchmelder funktioniert auch der Lasermelder, wobei hierbei allerdings anstatt der einfachen Leuchtdiode (LED) eine Laserdiode verwendet wird. Dadurch wird die Messung genauer und der Rauchmelder erkennt schon geringste Mengen an Rauchpartikeln.

Anwendungs Tips:

Rauchmelder lassen sich auch ohne handwerkliches Geschick mit wenigen, dem Gerät beiliegenden Schrauben und Dübeln montieren.

Damit Sie von Ihren Rauchmeldern optimalen Schutz erwarten können, müssen Sie bei der Installation folgendes beachten:

  • Befestigen Sie Rauchmelder immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt;
  • an der Decke in der Raummitte bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt;
  • immer in waagerechter Position (auch bei Dachschrägen);
  • nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker Zugluft;
  • nicht in der Dachspitze (wenigstens 30 bis 50 cm darunter);
  • nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht.

In der Regel sollten Rauchmelder nach 10 Jahren ausgetauscht werden. Einige qualitativ hochwertige Rauchmelder verfügen sogar über eine längere Garantie- und Lebensdauer, bitte beachten Sie daher die jeweilige Bedienungsanleitung des Gerätes.

Hinweis:
Batteriebetriebene Rauchmelder können nur ausreichend Schutz liefern, wenn sie mit funktionsfähigen Batterien bestückt sind. Geräte, die der Norm DIN 14604 entsprechen, geben über einen Signalton zu erkennen, wenn ein Batteriewechsel bevorsteht. Sie sollten jedoch regelmäßig (ca. einmal im Monat) mit dem Testknopf die Funktionsfähigkeit des Gerätes überprüfen. Für mehr Sicherheit verzichten Sie auf billige Alkali-Batterien und entscheiden Sie sich für Lithium-Batterien. Diese halten bis zu 12 Jahre und garantieren dauerhaften Schutz. Es gibt auch Rauchmelder mit festeingebauten Batterien, die ebenfalls bis zu 12 Jahre halten.

Kauftips:
Kaufen Sie nur Rauchmelder, die mit CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sind. Beachten Sie: Dieses CE-Zeichen trifft keine qualitative Aussage, sondern besagt nur, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf. Das neue „Q“ in Verbindung mit den Prüfzeichen von VdS Schadenverhütung oder dem Kriwan Testzentrum ist ein unabhängiges Qualitätszeichen für hochwertige Rauchmelder, die für den Langzeiteinsatz besonders geeignet sind. Die Vorteile: geprüfte Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen, erhöhte Stabilität und eine fest eingebaute Batterie mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer, um den jährlichen Batterieaustausch zu vermeiden. Das neue "Q" kennzeichnet qualitativ hochwertige Rauchmelder, die für den Langzeiteinsatz besonders geeignet sind. Verbrauchern, die Wert auf besondere Qualität und Zuverlässigkeit legen, bietet es eine verlässliche Entscheidungshilfe. Ein zuverlässiger Rauchmelder ist im Elektrofachhandel, bei Sicherheitsunternehmen oder bei Brandschutzfirmen erhältlich. Dort finden Sie nicht nur Qualitätsprodukte, sondern erhalten auch kompetente Beratung für den richtigen Umgang mit Rauchmeldern.


Samstag, 19. Januar 2019

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